Die Geometrien von Biegeteilen werden in vielen Branchen
vom Designer-Möbelbau bis zum Rohrleitungsbau
- immer komplexer und anspruchsvoller.
Damit steigen auch die Anforderungen an die Biegemaschinen.
Die neue Rohrbiege-maschinengeneration von Rasi macht
jetzt das Freiform- und Dornbiegen noch individueller,
flexibler und komfortabler. Die Mehrradien-Rohrbiegemaschine
S 60.6 mit linker und rechter Biegeseite wurde für
komplexe Biegeteile konzipiert, die ein besonders
hohes Maß an Biege-freiheit, mehreren verschieden
kombinierten Radien und hohe Maß- haltigkeit
erfordern.
Durch die
steigende Komplexität lassen sich die Biegeteile
immer seltener auf einer Biegemaschine mit nur einer
Biegerichtung herstellen, weil das Biege-teil während
des Biegeprozesses mit dem Biegekopf, dem Fußboden
oder dem Biegearm kollidieren würde und ein kollisionsfreier
Biegeablauf nur mit einer anderen Biegerichtung möglich
ist. Oftmals erfordern die Biegeteile sogar einen
Biegerichtungswechsel während des Biegeprozesses,
weil bestimmte Bögen nur mit "Rechtsbiegen" und
andere Bögen des Biegeteiles nur mit "Links-biegen"
hergestellt werden können, um die Teile kollisionsfrei
und in einer Auf-spannung herstellen zu können.
Als Antwort auf diese Herausforderungen entwickelte
RASI die Mehrradien-Rohr-biegemaschinen S 60.6 und
die SE 60.6. Biegeteile, die den gesamten Biege-radienbereich
von 1 x D bis unendlich erfordern, können mit
der neuen S 60.6 und SE 60.6 im automatischen Wechsel
von Dorn- auf Kurvenbiegen, im automatischen Wechsel
von Rechts- auf Linksbiegen und in einer Aufspannung
gebogen werden. Im Bereich D 4 bis D 42,4 x 2,5 decken
die Maschinen den gesamten Bereich von Losgröße
1 bis zur Serienfertigung ab.
Die Freiform-
und Dornbiegemaschine
S 60.6 wurde so konzipiert, dass sie in beiden Biegerichtungen
arbeiten kann, und ein Biegerichtungswechsel auch
während des vollautomatischen Biege-prozesses
möglich ist. Dies erlaubt die schrittweise Optimierung
des komplizierten Biegeteils auch während des
Biegeprozesses: Wenn sich während der Vorschub-
oder Drehbewegung eine unerwartete Kollision anbahnt,
kann durch Stopp und Rückschritt die Maschine
wieder in die Ursprungslage gebracht werden. Der Bediener
kann dann einen Biegerichtungswechsel nachträglich
einfügen, damit die Drehrichtung entsprechend
der neuen Biegerichtung automatisch geändert
wird, um das Teil kollisionsfrei zu Ende biegen zu
können. Teure Umrüstzeiten werden durch
den automatischen Werkzeugwechsel mittels

|
|
mehrrilligen Dornbiegewerkzeugen und durch den automatischen
Verfahrens-wechsel von Dorn- auf Kurven- beziehungsweise
Freiformbiegen mittels eines Kreuztisches am Biegekopf
auf ein Minimum reduziert. Vor und sogar während
des Biegeprozesses kann der Biegeradius automatisch
gewechselt werden, indem der Biegekopf in Sekundenschnelle
in die entsprechende Werkzeugposition fährt.
Ungeahnte Möglichkeiten eröffnen sich auch
beim Kurven- oder Freiformbiegen durch den 4-Walzen-Antrieb
mit bis zu zwei Hydromotoren direkt am Biegekopf.
Dadurch sind sehr enge Biegeradien auch beim Walzen
möglich. So kann zum Beispiel ein Stahlrohr D
33,7 x 2,5 im Radiusbereich von R 50.000 mm bis hinunter
auf Rm 140 mm gewalzt werden. Der Radius ist in diesem
Bereich stufen-los über CNC-Steuerung einstellbar.
Zum neuen Rohrbiegemaschinenkonzept gehört auch
eine komfortabel zu bedienende Industrie PC-Steuerung.
Die grafisch unterstützte Eingabe mit direkter
3D-Darstellung des Rohres erleichtert die Kontrolle
der Eingabe, die Kollisions- und Machbarkeitsprüfung
und gibt schon vor dem Biegen die Antwort, ob und
wie die gewünschte Geometrie gefertigt werden
kann.
Durch die
Vernetzung mit einem CAD-Arbeitsplatz können
Daten über einen modernen iges-Konverter direkt
an die Maschine übertragen werden. Hieraus werden
automatisch die Maschinen-programme mit automatischer
Werkzeug-auswahl und den Werkzeugwechsel-befehlen
erstellt. Ein "Teach in"-Modus erleichtert die Erstellung
eines Biege-programms und das systematische Anlegen
von materialspezifischen Korrekturkurven.
Moderne Messsysteme sorgen für Genauigkeit bei
den Verfahrwegen
(+- 0,1 mm) und beim Biegewinkel
(+- 0,1°). Sowohl beim Dorn- als auch beim Kurvenbiegen
lässt sich die Rohr-rückfederung automatisch
messen und automatisch korrigieren. Selbst beim Freiformbiegen
wird eine Winkel-genauigkeit von +- 0,1° auch
bei unbekanntem Material erreicht, was Kosten und
Zeit für aufwändige Probe-biegungen spart.
Erfreulich für den Anwender ist der modulare
Aufbau der Rasi-Maschinen. Dadurch lassen sich alle
Maschinentypen nicht nur kunden-spezifisch konfigurieren,
sondern zu einem späteren Zeitpunkt sogar noch
ausbauen. So ist die Zusatzeinrichtung für die
linke Biegeseite mit wenigen Handgriffen montierbar
und lässt sich auch nachträglich für
eine relativ geringe Investitionssumme bei bestimmten
Maschinentypen anbauen.
Download des Berichts

|